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Das Rheinische Zukunftsforum (RZF): Drehscheibe für eine neue Politik

Um wieder Konzepte zu entwickeln, die dem Umfang der mittel- bis langfristigen Herausforderungen angemessen sind, bedarf es eines Raumes für Reflexion und Abstand vom politischen Alltagsgeschäft. Dazu möchte das Rheinische Zukunftsforum (RZF) einen Beitrag leisten, dass im Sommer 2006 der Öffentlichkeit vorgestellt wird.

Das RZF ist ausdrücklich überparteilich, aber sozialen und demokratischen Grundwerten verpflichtet. In diesem Rahmen will es eine Vielfalt unterschiedlicher Ansätze zu Wort kommen lassen und miteinander in den Dialog bringen.

Eingeladen zur aktiven Teilnahme am Rheinischen Zukunftsforum sind die Vertreterinnen und Vertreter des sozial orientierten Flügels der Unionsparteien und der Kirchen, des politischen Liberalismus und der Menschenrechtsorganisationen, der sozialistischen Linken und des Umweltschutzes, der Gewerkschaften, der Wohlfahrtsorganisationen und der anderen Verbände etwa des Mittelstandes, der Sozialwissenschaften und natürlich der Sozialdemokratie.

Voraussetzungen sind Toleranz, die Bereitschaft zuzuhören und die Argumente auch der Andersdenkenden aufzunehmen. Voraussetzung ist aber auch die Bereitschaft, über den Tag hinaus zu denken und mitzuwirken an der Entwicklung von Lösungsansätzen für die drängenden Probleme der Gegenwart.

Die Beiträge der Referentinnen und Referenten auf den Tagungen des RZF und Zusammenfassungen der Diskussionen werden veröffentlicht, um so die gesellschaftliche Debatte voranzutreiben.

Das RZF basiert auf der Erkenntnis, dass im täglichen Politikbetrieb die großen gesellschaftlichen Probleme meist ausgeklammert oder auf unbestimmte Zeit vertagt werden. Auch die große Koalition aus Unionsparteien und SPD transportiert keine Visionen, keine großen Entwürfe, geschweige denn begeisternde Perspektiven für die Zukunft.

Vielmehr regiert oder genauer gesagt reagiert sie in der bedrückend wirkenden allgemeinen Annahme, dass die ökonomischen Bedingungen der Globalisierung kaum Spielraum für nationales politisches Steuern lassen. An die Stelle der notwendigen Neugestaltung tritt akutes und permanentes Krisenmanagement.

Obwohl die lang andauernde millionenfache Erwerbslosigkeit Gefühle von Ohnmacht und Resignation hervorruft, die sozialen Sicherungssysteme auszehrt und die abhängig Beschäftigten in der Wahrung ihrer Interessen erheblich einschränkt, wird sie in den Köpfen der Menschen fast nur noch als "unabänderlicher Sachzwang" wahrgenommen. Auch haben wir uns an die Verschuldung der öffentlichen Haushalte so sehr gewöhnt, dass bereits kleine Erfolge über die Eindämmung ihrer Ausweitung schon als erfolgreiche Regierungstätigkeit verkauft werden kann. Dazu passt dann auch die Einstellung, dass die internationalen Kapitalströme als überirdische Macht angesehen werden und es wird vergessen, dass sie von Menschen erdacht, gemacht und verantwortet werden.

Kontakt http://www.rheinisches-zukunftsforum.de

 
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